05.11.2015

Kigali wächst und wächst. Immer weiter ziehen sich die verschiedenen Viertel über die Hügel des Landes. Trotzdem überrascht vor allem das Stadtzentrum mit auffällig viel Grün. Die Mittelstreifen fast aller Hauptstraßen sind bepflanzt und akkurat gepflegt. Doch Vorsicht: Das Betreten der Grünflächen ist verboten! Bürgersteige und Zebrastreifen weisen den Fußgängern den Weg.

Eine Hauptverkehrsstraße
Eine Hauptverkehrsstraße
Palmen und Rasen
Palmen und getrimmter Rasen. Aber Vorsicht: Betreten verboten!

Der Stadtkern wandelt sich rasend schnell. Um die wachsende Zahl an Pendlern durch die Innenstadt zu bringen, werden statt der typischen Kleinbusse (auch Quaster genannt) immer mehr große Linienbusse eingesetzt. Egal ob im großen oder kleinen Bus und in welche Richtung - eine Fahrt durch die Hauptstadt kostet immer 200 Rwanda Francs, also ungefähr 35 Euro-Cent.

Öffentliche Busse
Öffentliche Busse
Passagiere im Bus
Passagiere im Bus
Schulbus in Kigali
Zur Schule in strahlendem Gelb

Wer schon einmal in Ruanda war, kennt die unzähligen Motorradtaxis. 24 Stunden am Tag fahren sie quer durch Stadt und Land. Vor allem abgelegene Stadtteile sind einfacher mit einem „Moto“ zu erreichen. Und für den Fall, dass man sich in der Stadt verläuft, sind Motorradfahrer eine große Hilfe. Man sagt ihnen nach, sie würden jede einzelne Straße Kigalis kennen. Der Preis für eine Fahrtwird stets vor dem Aufsteigen verhandelt.

Ein Motorradtaxi
Motorradtaxis

Einmal im Jahr werden die Straßen Kigalis für den Peace-Marathon gesperrt. Dann sind die Motos besonders beliebt, um sich durch das Verkehrschaos zu schlängeln.

Marathonläufer in Kigali
Der Peace-Marathon findet einmal im Jahr statt.

Ein bisschen billiger als Motos sind Fahrradtaxis. Meistens werden sie von Jugendlichen gefahren, die sich so ihren Lebensunterhalt verdienen. Auch hier muss der Preis verhandelt werden. Meist wird man aus dem eigenen Viertel zur nächstgelegenen Hauptstraße gebracht, wo man in einen Bus umsteigen kann. Viele der Fahrräder sind bunt angemalt und kreativ dekoriert – der Kunden zuliebe.

Ein Fahrradtaxi
Ein Fahrradtaxi
Fahrradfahrer in Kigali
Bei verstopften Straßen wird das Fahrrad mehr und mehr zur Alternative.

Frauen sind im ruandischen Geschäftsleben stark eingebunden. Am sichtbarsten sind wahrscheinlich die Verkäuferinnen von Obst und Gemüse. Sie trifft man vor allem in Kigalis bekanntestem Viertel Nyamirambo, dem „Herzen der Stadt“. Hier sind die Straßen immer voller Leben, und auch die Geschäfte haben rund um die Uhr geöffnet. Die Jugend zieht es dank der vielen Bars und Restaurants in das muslimisch geprägte Viertel.

Eine Obstverkäuferin in Nyamirambo
Eine Obstverkäuferin in Nyamirambo
Straße in Kigali
Saubere Straßen sind in Kigali keine Seltenheit.

Von hier aus führt auch ein Wanderweg auf den Mount Kigali: Hier hat man besonders nachts eine beeindruckende Sicht über Ruandas strahlende Hauptstadt.

Panorama Kigali
Panoramablick bei Nacht