Redaktionskodex

Redaktionsstatut von JournAfrica!

 

1) Präambel

Das Redaktionsstatut von JournAfrica! hält die ethischen und journalistischen  Grundsätze fest, auf deren Grundlage die Redaktion von JournAfrica! sowie die beauftragten freischaffenden JournalistInnen arbeiten.

Das Statut ist in seiner jeweiligen Fassung Bestandteil der Arbeitsverträge der (fest angestellten) RedakteurInnen einschließlich der Chefredaktion (sowie der Honorarverträge der frei mitarbeitenden JournalistInnen).

JournAfrica! beruft sich als deutschsprachiges Medium auf die im Grundgesetz der Bundesrepublik verbürgte Pressefreiheit, die die Unabhängigkeit und Freiheit der Information, der Meinungsäußerung und der Kritik einschließt.

Dabei ist sich JournAfrica! der Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und ihrer Verpflichtung für das Ansehen der Presse bewusst. Die JournalistInnen und RedakteurInnen von JournAfrica! nehmen ihre publizistische Aufgabe fair, nach bestem Wissen und Gewissen, unbeeinflusst von persönlichen Interessen und sachfremden Beweggründen wahr.

 

2) Selbstverständnis

JournAfrica! ist eine unabhängige, mehrsprachige Internetplattform, die Inhalte aus und über Afrika publiziert, welche größtenteils von afrikanischen JournalistInnen verfasst und von der Redaktion anschließend ins Deutsche übersetzt werden.

Die JournalistInnen und RedakteurInnen von JournAfrica! verpflichten sich zu besonderer Sorgfalt, zur Achtung der Wahrheit, zur Wahrung der Menschenwürde sowie zur Einhaltung der im Folgenden aufgeführten Grundsätze.

JournAfrica! engagiert sich für eine kritische Öffentlichkeit. Dabei wendet es sich gegen jede Form von Diskriminierung und tritt für die Verteidigung der Menschenrechte ein.

JournAfrica! verpflichtet sich der wahrheitsgetreuen Berichterstattung. Es widersteht dem Druck der Stereotype und des sprachlichen und thematischen Konformismus und gibt den Beiträgen seiner AutorInnen besonderes Gewicht.

Die Redaktion weist jede Einflussnahme, jeden Druck seitens einzelner Personen, politischer Parteien, Unternehmen, ökonomisch, religiös oder ideologisch orientierter Gruppen zurück.

 

3) Grundsätze redaktioneller Arbeit

Im Rahmen der oben genannten Maßgaben gestaltet JournAfrica! seine Inhalte der Internetplattform frei und selbstständig.

Kein Journalist und keine Journalistin darf gezwungen werden, beim Schreiben eine andere Meinung als die eigene zu vertreten oder gegen die eigene Überzeugung zu bebildern oder zu schreiben.

Die Themen und Inhalte werden auf der Redaktionskonferenz diskutiert. In Konfliktfällen liegt die letzte Entscheidung bei der Chefredaktion. Sie verantwortet den redaktionellen Bereich von JournAfrica!.

Recherche ist ein unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen werden daher von JournAfrica! soweit möglich geprüft. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen werden als solche kenntlich gemacht.

Von der Recherche über Redaktion, Veröffentlichung, Dokumentation bis hin zur Archivierung seiner Daten achtet JournAfrica! das Privatleben, die Intimsphäre und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Menschen.

Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen. JournAfrica! verzichtet deshalb auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid. Zudem darf niemand wegen seines Geschlechts, seiner sexuellen Ausrichtung, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.

Anzeigen und anzeigenorientierte Beilagen bzw. Online-Inhalte sind als solche kenntlich zu machen und vom redaktionellen Teil deutlich zu trennen. Externes Sponsoring von journalistischen Reisen und Recherchen ist in geeigneter Weise transparent zu machen.

Die Berufsethik räumt jedem das Recht ein, sich über die Inhalte von JournAfrica! zu beschweren. Beschwerden sind begründet, wenn die Grundsätze des Redaktionsstatutes oder der Berufsethik verletzt werden.